Jornalistisches Ethos? Bei HR-Info nimmt man es nicht so genau.

Wer diesertags noch aufmerksam den Rundfunk verfolgt, der ist möglicherweise auf ein Interview mit Aktivisten der Identitären Bewegung Hessen gestoßen. Der Kanal HR-Info bat uns, zu unserer Bewegung Rede und Antwort zu stehen. So trafen sich zwei unserer Aktivisten mit der zuständigen Journalistin und ein zweistündiges Gespräch zu den Zielen und dem Aktivismus der Identitären Bewegung wurde aufgezeichnet. Man versicherte uns eine ausgewogene, faire Berichterstattung. Was dann folgte, war im medialen Diskurs Deutschlands im Jahre 2017 leider zu erwarten.

Das zweistündige Material, in dem wir unseren Standpunkt ausführlich erläuterten, reduzierte man dann auf eine Handvoll Aussagen über Problemfragen in diesem Land, die mit der zunehmenden Islamisierung in Verbindung zu bringen sind. Diese tat man als spekulative Annahmen ab, die einer Beweisführung angeblich nicht standhielten. Komisch nur, dass die Medien gespickt sind mit Statistiken, die die von uns getätigten Aussagen untermauern. Weiterhin behauptete man, wir machten die europäische Identität an einer weißen Hautfarbe fest, was unsere Aktivisten NICHT äußerten. Die Identitäre Bewegung lehnt jedweden Rassismus ab und hat sich nie gegen Migration ausgesprochen, sofern eine Integration und Assimilation in unsere kulturelle Identität absehbar ist. Wer das Benennen des empirisch-belegten Scheiterns der Integration kulturfremder Einwanderung als Rassismus abtut, dem ist im Mindesten Nichtbegreifen, im Weiteren jedoch Verleumdung zu unterstellen. Zu alledem wiederholte man die bereits als ›Fake-News‹ enttarnte Meldung von der Seenot unserer Defend-Europe-Mannschaft im Mittelmeer. Ein paar Klicks zu einer Stellungnahme auf unserer Facebook-Seite hätte diese Einsicht bereits in den Redaktionsbüros einziehen lassen. Man muss sich infolgedessen tatsächlich fragen, wo das journalistische Ethos hingeraten ist, das man stets so hochhält.

Letztlich wurde dann ein Großteil der Sendezeit der selbsternannten Rechtsextremismusexpertin Kathrin Glösel zugestanden, die die Identitäre Bewegung vergeblich mit irgendwelchen Gewalttaten in Verbindung bringen mochte – selbstverständliche ohne Beweisführung – und sich dabei nicht vor der Absdrusität scheute, uns der Holocaust-Verharmlosung zu bezichtigen. In diesem Zuge versuchte man uns auf eine Linie mit den gewaltbereiten Neonazi-Gruppen Nordamerikas zu bringen, die zuletzt in Charlottesville aufmarschierten.

Von der Identitären Bewegung ging und wird auch weiterhin keine Gewalt ausgehen. Selbst nach zahllosen tätlichen Angriffen auf unsere Aktivisten aus dem linken Lager, die sich an der Grenze zum versuchten Mord bewegen, bleiben wir unserer Linie der Gewaltfreiheit treu.

Die Identitäre Bewegung behält sich vor, rechtliche Schritte zu diesen Verleumdungen einzuleiten.